Kopfschmerzen am Sonntagabend, ein aufgeschürftes Knie beim Spielen, plötzliches Fieber mitten in der Nacht: In solchen Momenten zeigt sich, ob die eigene Hausapotheke ihren Namen verdient. In vielen Haushalten sammelt sich über die Jahre allerdings ein bunter Mix aus angebrochenen Packungen, abgelaufenen Arzneimitteln und Medikamenten, deren Zweck niemand mehr kennt. Zeit für einen ehrlichen Blick in den eigenen Bestand.
Die Grundausstattung: Das gehört in jede Hausapotheke
Arzneimittel für die häufigsten Beschwerden
- Schmerz- und Fiebermittel (für Kinder in kindgerechter Darreichungsform und Dosierung)
- Mittel gegen Erkältungsbeschwerden wie Halsschmerzen, Husten und Schnupfen
- Mittel gegen Durchfall sowie Elektrolyte zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten
- Mittel gegen Übelkeit und Magenbeschwerden
- Ein Gel oder eine Salbe gegen Insektenstiche, Juckreiz und leichten Sonnenbrand
- Antiallergika, wenn Allergien im Haushalt bekannt sind
- Wund- und Heilsalbe sowie ein Desinfektionsmittel für kleinere Verletzungen
Verbandmaterial
- Pflaster in verschiedenen Größen
- Sterile Kompressen und Mullbinden
- Verbandpäckchen und elastische Binden
- Verbandschere, Einmalhandschuhe
- Splitterpinzette und Zeckenkarte oder Zeckenpinzette
Hilfsmittel und Organisation
- Fieberthermometer
- Kühlkompresse (im Kühlschrank, nicht im Gefrierfach lagern und nie direkt auf die Haut legen)
- Die persönliche Dauermedikation mit ausreichendem Vorrat
- Eine Liste mit wichtigen Notrufnummern: 112 (Notruf), 116 117 (ärztlicher Bereitschaftsdienst), Giftnotruf für Baden-Württemberg: Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg 0761 19240, sowie die Kontaktdaten Ihrer Hausarztpraxis und die Nummer Ihrer Apotheke
Der richtige Aufbewahrungsort
So verbreitet es ist – das Badezimmer ist der ungünstigste Platz für Medikamente.
Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen setzen Tabletten, Salben und Säften zu. Besser geeignet ist ein kühler, trockener und dunkler Ort, etwa im Schlafzimmer oder Flur. Wichtig außerdem:
- Abschließbar oder außer Reichweite von Kindern aufbewahren
- Medikamente in der Originalverpackung samt Beipackzettel lassen
- Arzneimittel, die in den Kühlschrank gehören, klar von Lebensmitteln trennen
Der Hausapotheken-Check: mindestens einmal im Jahr
Nehmen Sie sich einmal jährlich Zeit für eine Bestandsaufnahme:
- Verfallsdaten prüfen: Abgelaufene Arzneimittel können an Wirkung verlieren oder sich verändern – sie gehören aussortiert.
- Angebrochenes hinterfragen: Für Säfte, Tropfen, Salben und Augentropfen gilt nach Anbruch oft eine deutlich kürzere Haltbarkeit als das aufgedruckte Datum. Notieren Sie das Anbruchdatum am besten direkt auf der Packung.
- Bestand an die Lebenssituation anpassen: Ein Single-Haushalt braucht eine andere Ausstattung als eine Familie mit kleinen Kindern oder ein Haushalt mit pflegebedürftigen Angehörigen.
- Lücken auffüllen: Was wurde verbraucht und nie ersetzt?
Alte Medikamente richtig entsorgen
In den meisten Gemeinden können Medikamente über den Restmüll entsorgt werden; regional gelten teils abweichende Regeln, etwa über Schadstoffsammelstellen. Auf dieser Webseite erfahren Sie, wie Sie Arzneimittel umweltbewusst entsorgen können: arzneimittelentsorgung.de. Fragen Sie im Zweifel bei uns nach – wir sagen Ihnen, was vor Ort gilt.
Häufige Fragen zur Hausapotheke
Fazit
Eine gut sortierte Hausapotheke gibt Sicherheit – im Alltag genauso wie im Notfall. Entscheidend sind die passende Grundausstattung, ein trockener, kindersicherer Aufbewahrungsort und ein regelmäßiger Check der Bestände und Verfallsdaten.
Sprechen Sie uns an: Für eine Servicegebühr von 14,90 € (inkl. Beratung) prüfen wir in der Stadt-Apotheke Bad Buchau Ihre Hausapotheke – wir kontrollieren gemeinsam Ihre Medikamente, sortieren Abgelaufenes aus und stellen Ihre Hausapotheke passend zu Ihrer Lebenssituation zusammen, ob Single, Familie oder Senior. Vereinbaren Sie Ihren Termin online oder direkt bei uns am Marktplatz 23 – wir beraten Sie jederzeit gerne rund um Ihre Hausapotheke.
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